- Der Künstler Michael Omlin interveniert im Aussen- wie
im Innenraum mit Licht. Mit Installationen, Projektionen und Objekten sensibilisiert
er für das Sehen von Licht.
Das Licht bildet wie der Sauerstoff eine Grundvoraussetzung unserer Existenz,
doch nimmt man es als eigenständige Größe meist nur unter
besonderen Umständen wahr. Licht ist ein Phänomen und in seinem
Wesen nicht fassbar. Der Künstler Michael Omlin arbeitet
mit Kunst- und Tageslicht und verzichtet bewusst auf verdunkelbare Räume.
Er setzt bei seinen künstlerischen Eingriffen bei den bestehenden Lichtverhältnissen
an, um darauf Irritationen auszulösen und die Empfindsamkeit zu steigern,
indem er das Licht spiegelt und bricht, indem er dem Licht auch eine Art Bühne
für seine Auftritte schafft. So ließ er vor zwei Jahren im Rahmen
einer Gruppenausstellung in der ehemaligen Zigarrenfabrik Bäumli in Beinwil
am See das Sonnenlicht durch Fenster auf Messingplatten fallen, die auf dem
Boden ausgelegt waren und das einfallende Licht nach oben reflektierten. Auf
der entgegengesetzten Seite des Raums hatte er dagegen Aluminiumplatten an
der Decke befestigt und diese vom Boden her mit Kunstlicht angestrahlt, das
seinerseits nach unten reflektierte. Warmes und kaltes
Licht vermischten sich, warfen durch die Brechung unterschiedliche Muster
und hüllten den Raum in eine ganz eigene Lichtatmosphäre. Auch an
Jahresausstellungen im Kunsthaus Aarau war Omlin vertreten. Einmal installierte
er einen Knäuel aus beweglichen Scheinwerfern, die ihr Lichtspiel
hoch oben an der Decke ausführten. Ein anderes Mal war er mit einem Selbstporträt
vertreten: Im Innern einer vom Kern her erleuchteten Drahtgittersäule
waren winzige Aktbilder als Negative eingelassen, die erst allmählich
gesehen wurden.
Omlin, der seit 1998 sein Atelier im KIFF in Aarau hat, konnte sich dank Stipendien
sechs Monate in Indien und sechs Monate in Ägypten aufhalten. In Bangalore
entstanden comicartige Lichtzeichnungen; in Kairo realisierte er eine monumentale
Raum-im-Raum-Installation mit einer speziellen, mit Aluminium beschichteten
Plastikfolie. Das Aluminium hatte Omlin partienweise in Wellenmustern abgekratzt,
wodurch das im Innern des Folienraums gesammelte Licht in die Halle heraustreten
konnte und für wandelbare Überraschungen und Lichtzeichnungen sorgte.
In vielen Arbeiten Omlins ist seine reale Bühnenerfahrung spürbar.
Er war bei zahlreichen Theaterproduktionen für das Lichtkonzept verantwortlich
und im aktuellen Programmheft des Theaters an der Winkelwiese Zürich
fungiert er als technischer Leiter.
Sabine Arlitt, Kunsthistorikerin, Zürich
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Stefan Keller macht Musik mit seinen Sinnen, mit seinem
Körper, und Flöten jeder Art sind für ihn die Hilfsmittel,
mit denen er den Zuhörern eine neue Tonwelt öffnet. Sein kontrastreiches
Spiel weckt Emotionen. Abwechslungs-weise wird man in sanfte, leise Töne
eingebettet, überrascht oder zum Lächeln gebracht. Sein Rhythmus
lässt Sie unbewusst mit dem Körper wippen, um Sie zugleich in
eine neue Klangwelt mit faszinierenden Eigenkomposition zu entführen.
Seine Visualisierung von Ton und Rhythmus in Farben und Formen
(Computeranimationen) ergänzen Kellers Musik um eine weitere Dimension.
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Stefan Keller erlangte das Lehr - und Konzertdiplom bei Felix
Renggli am Konservatorium in Schaffhausen. Er besuchte die Jazzschule in
Luzern sowie Kurse im elektronischen Studio am Konservatorium Basel. Meisterkurse
bei James Galway, Aurèle Nicolet und Robert Dick vervollständigten
seine Ausbildung. Vom Aargauer Kuratorium wurde er mehrmals für sein
innovativ künstlerisches Schaffen ausge-zeichnet und weilte im Jahre
2000 für 3 Monate in Paris an der "Cité Internationale des Arts"
zur Weiterbildung. Keller spielt Viertelton - BeBe - Alt - und Bassflöte
sowie Kontrabassflöte, Gemshörner, Kalimba und verschiedenste
Bambusflöten, akustisch und elektronisch.
Er bewegt
sich als Musiker und Komponist im Grenzbereich von Barock - Klassik -
Avantgarde - Jazz und improvisierter Musik. Als begeisterter Looper ist
er mit den neusten Live - Sampling - Techniken vertraut.
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