1. Bilder der Performance
  2. vom
  3. Freitag, 21. Januar 2005 19.00 Uhr
  4. im
  5. Aargauer Kunsthaus
 
  • Der hochweisse Vorraum des Aargauer Kunsthauses von Herzog & de Meuron lässt die Herzen jedes Lichtkünstlers höher schlagen.
  • Die verwinkelten Wände, die wunderbaren runden Treppenaufgänge, die riesige Glasfront zur Innenstadt, die tolle Akustik, all dies haben
  • die beiden Künstler in Ihre Auseinandersetzung mit Licht & Klang einfliessen lassen.

Ý

Der Künstler Michael Omlin interveniert im Aussen- wie im Innenraum mit Licht. Mit Installationen, Projektionen und Objekten sensibilisiert er für das Sehen von Licht.
Das Licht bildet wie der Sauerstoff eine Grundvoraussetzung unserer Existenz, doch nimmt man es als eigenständige Größe meist nur unter besonderen Umständen wahr. Licht ist ein Phänomen und in seinem Wesen nicht „fassbar“. Der Künstler Michael Omlin arbeitet mit Kunst- und Tageslicht und verzichtet bewusst auf verdunkelbare Räume. Er setzt bei seinen künstlerischen Eingriffen bei den bestehenden Lichtverhältnissen an, um darauf Irritationen auszulösen und die Empfindsamkeit zu steigern, indem er das Licht spiegelt und bricht, indem er dem Licht auch eine Art Bühne für seine Auftritte schafft. So ließ er vor zwei Jahren im Rahmen einer Gruppenausstellung in der ehemaligen Zigarrenfabrik Bäumli in Beinwil am See das Sonnenlicht durch Fenster auf Messingplatten fallen, die auf dem Boden ausgelegt waren und das einfallende Licht nach oben reflektierten. Auf der entgegengesetzten Seite des Raums hatte er dagegen Aluminiumplatten an der Decke befestigt und diese vom Boden her mit Kunstlicht angestrahlt, das seinerseits nach unten reflektierte. „Warmes“ und „kaltes“ Licht vermischten sich, warfen durch die Brechung unterschiedliche Muster und hüllten den Raum in eine ganz eigene Lichtatmosphäre. Auch an Jahresausstellungen im Kunsthaus Aarau war Omlin vertreten. Einmal installierte er einen „Knäuel“ aus beweglichen Scheinwerfern, die ihr Lichtspiel hoch oben an der Decke ausführten. Ein anderes Mal war er mit einem „Selbstporträt“ vertreten: Im Innern einer vom Kern her erleuchteten Drahtgittersäule waren winzige Aktbilder als Negative eingelassen, die erst allmählich gesehen wurden.
Omlin, der seit 1998 sein Atelier im KIFF in Aarau hat, konnte sich dank Stipendien sechs Monate in Indien und sechs Monate in Ägypten aufhalten. In Bangalore entstanden comicartige Lichtzeichnungen; in Kairo realisierte er eine monumentale Raum-im-Raum-Installation mit einer speziellen, mit Aluminium beschichteten Plastikfolie. Das Aluminium hatte Omlin partienweise in Wellenmustern abgekratzt, wodurch das im Innern des Folienraums gesammelte Licht in die Halle „heraustreten“ konnte und für wandelbare Überraschungen und Lichtzeichnungen sorgte.
In vielen Arbeiten Omlins ist seine reale Bühnenerfahrung spürbar. Er war bei zahlreichen Theaterproduktionen für das Lichtkonzept verantwortlich und im aktuellen Programmheft des Theaters an der Winkelwiese Zürich fungiert er als technischer Leiter.
Sabine Arlitt, Kunsthistorikerin, Zürich
 
Stefan Keller macht Musik mit seinen Sinnen, mit seinem Körper, und Flöten jeder Art sind für ihn die Hilfsmittel, mit denen er den Zuhörern eine neue Tonwelt öffnet. Sein kontrastreiches Spiel weckt Emotionen. Abwechslungs-weise wird man in sanfte, leise Töne eingebettet, überrascht oder zum Lächeln gebracht. Sein Rhythmus lässt Sie unbewusst mit dem Körper wippen, um Sie zugleich in eine neue Klangwelt mit faszinierenden Eigenkomposition zu entführen. Seine Visualisierung von Ton und Rhythmus in Farben und Formen (Computeranimationen) ergänzen Kellers Musik um eine weitere Dimension.
Stefan Keller erlangte das Lehr - und Konzertdiplom bei Felix Renggli am Konservatorium in Schaffhausen. Er besuchte die Jazzschule in Luzern sowie Kurse im elektronischen Studio am Konservatorium Basel. Meisterkurse bei James Galway, Aurèle Nicolet und Robert Dick vervollständigten seine Ausbildung. Vom Aargauer Kuratorium wurde er mehrmals für sein innovativ künstlerisches Schaffen ausge-zeichnet und weilte im Jahre 2000 für 3 Monate in Paris an der "Cité Internationale des Arts" zur Weiterbildung. Keller spielt Viertelton - BeBe - Alt - und Bassflöte sowie Kontrabassflöte, Gemshörner, Kalimba und verschiedenste Bambusflöten, akustisch und elektronisch.
Er bewegt sich als Musiker und Komponist im Grenzbereich von Barock - Klassik - Avantgarde - Jazz und improvisierter Musik. Als begeisterter Looper ist er mit den neusten Live - Sampling - Techniken vertraut.

 

 
Aktuell Biografie Pressestimmen elektronische Flöten Diskografie & Audiofiles Performances TRIsOnic / TrioVano Peak - Level - Meter - Suit & Animationent Aladin Records Links