Die
Weltneuheit geht im besten Sinne baden
Vor zwei Monaten
faszinierte Stefan Keller in der Kreisschule Mutschellen
bei der Taufe seiner neuen CD. Nun gibt der Flötist
allen Neugierigen und allen Kennern seiner innovativen
Musik eine weitere Möglichkeit, sich von neuen
Klangwelten einnehmen zu lassen. Im Hallenbad Bremgarten
findet am amstag, 7. Juli, seine Performence «unter
Wasser» statt, ein Auftritt, der akkustisch wie
optisch neue Dimensionen eröffnet.
Als bahnbrechend und
qualitativ hochstehend, als galaktisch-musikalische
Weltreise bezeichnete die Kritik Stefan Kellers Auftritt
in der Kreisschule Mutschellen. Das war anlässlich
der Taufe seiner CD «Albido» vor zwei Monaten.
Nun wartet der gebürtige Bremgarter mit einem
weiteren Erlebnis der Extraklasse auf. Er lädt zu
einer Performance ins Hallenbad Bremgarten und setzt
seine selbstkomponierten, absolut neuen Klangwelten in
eine Atmosphäre, die den Rahmen alles Üblichen
sprengt. Die Ambiance, die Akkustik, das Licht, nichts
davon lässt sich in einem Hallenbad mit den
entsprechenden Voraussetzungen in einem Konzertsaal
vergleichen. Der Flötist,
Komponist und Performer Stefan Keller beherrscht das
klassische und moderne Flötenrepertoire von Bach und
Mozart bis Berio und Fukushima. Laufend erweitert er
seinen musikalischen Horizont in unterschiedlichste
Richtungen, sei es in den Bereichen Jazz oder Avantgarde,
bezüglich Improviasation oder Performance. Er ist
der weltweit einzige Musiker, der sich der elektronischen
Flöte bedient und hat eine geglückte Symbiose
zwischen Querflöte und Elektronik geschaffen.
Keller hat seine
Kontrabass-, Bass-, Alt- und Querflöte mit
Mikrofonen und Sensoren so perfekt ausgestattet, dass
eine Übertragung des gesamten Klangspektrums und
anderer Elemente wie Klappen-, Atem- oder
Klopfgeräusche optimal möglich wurde. Das
wesentlich Neue daran ist, dass so die unerwünschten
Nebengeräusche der Flöte bewusst verstärkt
und als Perkussionselemente eingesetzt werden.
Als würde man
im Licht und in der Musik badenNeue Wege geht er
nun also auch in der optischen Präsentation seiner
Kunst. Im Hallenbad werden die Zuhörerinnen und
Zuhörer dank kinomässigem Surraoundsound
gleichsam in der Musik baden können.Computeranimationen
machen die Klänge sichtbar, die Komposition des
Rundumerlebnisses wird verzaubern und gefangennehmen.
Einen weiteren Effekt haben die Gäste bei der
CD-Taufe bereits erlebt: Der
«Peak-Level-Meter-Suit» wurde von einem
Designer aus Tokyo eigens für Stefan Keller kreiert.
Es ist ein schwarzer Anzug, der mit grünen und roten
Leuchtioden ausgestattet ist, die im Rhythmus der Musik
die Lautstärke anzeigen.Seriöse und
vielfältige AusbildungDer in Bellikon
wohnhafte Künstler absolvierte das Lehr- und
Konzertdiplom am Konservatorium in Schaffhausen.
Später besuchte er die Jazzschule in Luzern sowie
Kurse im elektronischen Studio am Konservatorium Basel.
Es folgten diverse Meisterkurse bei James Galway,
Aurèle Nicolet und Robert Dick.Für sein
innovativ künstlerisches Schaffen erhielt Keller
1997 eine Auszeichnung des Aargauer Kuratoriums, dank
dessen Stipendium er sich im vergangenen Jahr auch
während drei Monaten an der «Cité
International des Arts» in Paris weiterbilden
konnte. Die Perfektionierung seiner elektronischen
Querflöten betreibt er bereits seit 1998.
Vorab Grilladen und
ein ApéroKeller tritt nicht
zum ersten Mal im Hallenbad auf. Geboren wurde die Idee
der neuen Performance bei einer dortigen Vernissage, zu
der der Flötist den musikalischen Rahmen bot. Pate
der langsam gereiften Idee ist Badmeister Othmar
Buchmann, der auch für das passende Rahmenprogramm
sorgte. Das Erlebnis beginnt
am Samstag, 7. Juli, um 19 Uhr mit dem Angebot feiner
Grilladen beim Freibadrestaurant. Ab 21.30 Uhr wird allen
Besuchern des multimedialen Ereignisses ein Apéro
serviert.
Um 22 Uhr beginnt
Stefan Kellers Verführung, die Verwirklichung seines
kreativen Vorhabens, mit dem er die Zuhörer in eine
ganz neue Welt der Kunst entführen will.